Samstag, 23. Juli 2011
Autokauf und Versicherung in Kanada (Ontario) – Teil 1
Donnerstag, 21. Juli 2011
Wetterwarnung für Toronto
| Ernie liegt in einem Spingbrunnen, der zum Glück mit Trinkwasser gespeist wurde |
Freitag, 15. Juli 2011
Vom Arztbesuch in Kanada über den Versuch der Quark Herstellung zu Dingen, die wir in Toronto vermissen
Montag, 11. Juli 2011
Kulinarische Leckerbissen?


Wer denkt er/sie hat schon alles gegessen was auf der Erde lebt, der/die war noch nicht in Chinatown Toronto. So kann mensch jeden Tag durchs Viertel Streifen und seinen geschmacklichen Horizont erweitern. Dies gestaltet sich jedoch oft schwierig, da es für viele der exotischen Dinge die es zu kaufen gibt keine Gebrauchsanweisung zum Essen gibt oder manchmal einfach keinen englischen Namen. Selbst alteingesessene Chinatown-Kanadier müssen dann schon mal ein Buch hervorholen, um den Namen dieser Früchte zu erahnen. Auf unserer ersten Einkaufstour haben wir folgende Früchte erworben. Hilfe bei der Identifizierung ist erwünscht.Während Litschis bekannt sein sollten, haben wir die anderen Früchte vorher noch nie gesehen. Besonders ekelig ist die Jack Frucht oder Durian. Diese hat einen Geruch aus Schwefelwasserstoff und Melone (auch wenn sie noch nicht geöffnet ist). Dies führt dazu, dass der ganze Laden nach dieser Frucht riecht. In Südostasien, wo diese Frucht herkommt, gibt es auf einigen öffentlichen Plätzen neben dem obligatorischen Rauchverbot sogar ein Durian Verbot. Auch wir mussten sie nach einem Tag aus der Gemeinschaftsküche entfernen. Abgesehen davon wollte sie auch niemand essen. Für die, die auf Naturheilverfahren schwören und auf Antibiotika keinen Bock haben, können wir die Mangosteen empfehlen. Deren leicht bittere Schale wird zerrieben und dazu benutzt entzündete Wunden zu heilen. Mensch kann diese Frucht auch im ganzen Essen – aber Vorsicht – nur wenige, da sonst das Blut übersäuert und die Nieren versagen können. Dagegen ist die Rambutan total harmlos, sie sieht lustig aus und schmeckt auch noch gut.
Ernie goes Chinatown

Bei einem Rundgang durch eines der größten Chinatowns in Nordamerika gibt es jedemenge zu entdecken. Wer wie wir noch nie in einem Chinatown war, dem fällt zunächst auf das in diesem Stadtteil alles zweisprachig abläuft (chinesisch und zu unserem Glück auch englisch). Dies fängt bei dem gewöhnlichen Straßenschild an und setzt sich beim Besuch in der Bank fort. Hier muss Mensch übrigens kein perfektes Englisch sprechen, um in einer Bank oder Versicherung zu arbeiten. Es wird sogar darauf geachtet das einige PolizistInnen einen Chinesischen Migrationshintergrund haben. Manchmal gibt es sogar Geschichten, die für mich auf den ersten Blick ziemlich bizzar wirken. Während des letzten Wahlkampfes ereignete sich im Lucky Moose, einem Supermarkt in Chinatown, folgender Zwischenfall: Der chinesische Supermarkt Besitzer erkannte einen mutmaßlichen Dieb wieder, der zuvor einige Sachen aus seinem Laden gestohlen haben soll. Kurzer Hand sperrte der Besitzer den angeblichen Dieb in seinen Van ein und rief die Polizei. Als diese dann kam, verhafteten sie gerechter Weise erstmal den Besitzer des Ladens wegen Freiheitsberaubung. Doch das war nicht das Ende vom Lied. Kurz darauf entbrach in der Presse ein Streit darüber aus, ob der Ladenbesitzer nicht doch „gerecht“ gehandelt hat. Dies nutze der konserative Premierminister im Wahlkampf aus und besuchte den Laden, um seinem chinesischen Besitzer für den Einsatz für die „Gerechtigkeit“ die Hände zu schütteln. Hier sagt Mensch übrigens dazu: der Ladenbesitzer wurde zum political footballer (im deutschen wahrscheinlich zum politischen Spielball). Für mich wirkte diese Geschichte ziemlich verwirrend, da ich ja aus Deutschland gewohnt war, das konserative Politiker gerne über MigratInnen herziehen und sie als eine Gefahr darstellen. Hier bekommt das Wort konserativ einen ganz neuen, wenn auch nicht besseren Touch. Die Geschichte zeigt aber sehr gut, wo die poltischen Schwerpunkte in diesem Land liegen. Hier wird zwar nicht auf MigratInnen rumgehackt, dafür aber auf Leute die arm dran sind.
Montag, 4. Juli 2011
Was man alles so in Toronto tun kann…
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| Franklin Carmichael (Canadien, 1890-1945)North Shore, Prior Lake, 1927, Oil on canvas, Art Galerie Ontario, Toronto |
Mit den Hunden nach Kanada
Das schwierigste an der ganzen Sache ist der Transport selbst, da es strenge Vorschriften der IATA für den Transport von Haustieren im Flugverkehr gibt. Daher sollte mensch beim Kauf seiner Transportbox unbedingt darauf achten, dass diese IATA geprüft ist. Auch will der kleine oder große Wauwi nicht die ganze Zeit liegen müssen. Deshalb muss die Box so groß sein, das der Vierbeiner aufrecht drin stehen kann. Dabei lohnt es sich frühzeitig nach einer Box umzuschauen. Diese sind bei ebay oder in Baumärkten oft günstig zu erwerben. So konnten wir eine Ladenhüter-Box für unsere flat coated Retriver Hüdin für 80€ kaufen. Für unseren großen Labi hatten wir nicht so viel Glück und mussten zwei Wochen vor Abreise den Listenpreis von 220€ bezahlen.
Der Flug
Am Flughafen war ich froh, dass ich nicht alles alleine erledigen musste. Da zum einen die Hunde und die Boxen beaufsichtigt werden müssen. Am Check-in Schalter gab es erst mal einen kleinen Stau weil wir auf ausgebildetes Personal warten mussten, welches sich um Papierkram und Boxen kümmern sollte. Hier wurde zunächst überprüft, ob die Boxen auch groß genug sind für die Hunde. Nebenbei darf Mensch sich mit dem Check-in Personal und mit dem Ausfüllen von weiteren Formularen beschäftigen. Dabei ist es wichtig zu wissen, wie viel Hund und Box wiegen. Im Formular, das anschließend auf die Box geklebt wird, soll die nächste Fütterungs- und Trinkzeit angegeben werden. Hierbei habe ich erfahren, dass ich den Hunden bis vier Stunden vor Abflug lieber nichts zu trinken hätte geben sollen. Wie sich nachher rausstellte, ist es aber auf jeden Fall notwendig den Tieren vorher Wasser zu geben. Lediglich auf das Essen sollte der Hund 12h vor Abflug verzichten. Eine halbe Stunde vor Beginn der boarding-time konnte ich die Hunde zur Annahmestelle für Sperrgut bringen. Hier musste ich dann auf einen Zollbeamten warten, der in die Boxen krabbelt und sich alles noch mal ganz genau anschaut. Dieser war sehr hundefreundlich und nachdem ihn Ernie ausführlich und genüsslich das Gesicht ableckte, durften beide Hunde ihre Decken und Kuscheltiere behalten. Schließlich habe ich dann die Wassernäpfe mit Eiswürfel aufgefüllt, da diese im Gegensatz zu Wasser während des Transports nicht so schnell entweichen. Wie mir der Beamte erzählte, ist es eigentlich nicht vorgesehen während, vor oder nach dem Flug den Hunden Wasser zu geben. Der Wassernapf sei nur für den Notfall vorgesehen, wenn die Hunde irgendwo lange Zeit rumstehen. Wozu ich dann das Formular mit den Fütterungs- und Trinkzeiten ausfüllen musste konnte er mir auch nicht sagen. Nun ja, nachdem ich die Hunde mit einem Burger in ihre Boxen gelockt hatte, ging es für alle auf nach Kanada. Während des Fluges bekommt mensch eine customs declaration card. Hier unbedingt ankreuzen das mensch lebende Tiere einführt. Endlich angekommen musste ich natürlich erst mal zum Immigration officer und ein paar Fragen beantworten. Da das alles viel Zeit gekostet hatte, war ich der letzte am Gepäckband und glücklicherweise standen auch zwei Boxen mit Hundeinhalt daneben. Aber wie das ganze Zeug wegschleppen? Zum Glück gab es am Flughafen die sogenannten „Porter“ die gegen 14,40$ plus Trinkgeld alles auf einen riesigen Wagen wegtransportierten. Am Zoll wurden dann mehr oder weniger die Papiere kontrolliert. Eigentlich nur die Tollwutimpfung und die Chipnummer im Ausweis. Das ganze dauert vier Minuten und kostete für zwei Hunde gleich mal 40$. Ja, und dann konnte ich endlich den Flughafen verlassen. Die Hunde waren natürlich total durstig. Ernie hat alles getrunken, was möglich war. Ich glaube es waren 2,5 Liter. Beide Hunde waren jedenfalls total glücklich, dass das Rudel wieder vollzählig war und freuten sich auf ihren ersten Spaziergang in Toronto Chinatown.
